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Arconier
 

Allgemeines:

Heimatwelt:Cona

Merkmale:Facettenaugen

Klasse:Reptiloid

Durchschnittliche Größe:2,00 Meter

Hautfarbe:Schwarzgrau bis braunrot

Sprache: Arconisch

Allgemein:


Die Arconier sind eine Spezies mit großen Köpfen, matt leuchtenden Facettenaugen und faseriger Haut. Sie kommen auf dem Planeten Cona in großen Nestern zur Welt und haben keinen ausgeprägten Individualsinn. Ähnlich wie viele Insektenstämme sehen sie ihre gesamte Gemeinschaft als ein einzelnes Individuum. Arconier sind willige Arbeiter. Ihre Heimatwelt besitzt eine von Ammoniakdämpfen geschwängerte Atmosphäre. Außenweltler tauschten früher mit ihnen Schürfrechte gegen Wasser. Salz ist für Arconier äußerst gefährlich; bei Überdosierung führt es schlimmstenfalls zum Tod, wenn nicht mit Dactyl dagegen angegangen wird.

Biologie:

Die Arconier sind große, kaltblütige Reptilien von humanoidem Körperbau, mit dreieckigen Köpfen und einem ausgeprägten Sinnesorgan, das zwischen ihren zwei großen, moussierenden Augen liegt. Sie stammen vom Planeten Cona, einer öden Wüstenwelt des Inneren Rands mit einer nitrogen-, hydrogen und ammoniakhaltigen Atmosphäre. Ihre Haut, die in ihrem Farbton zwischen einem ebenholzfarbenen Schwarzgrau bis hin zu einem tiefen Braunrot variieren kann, hat eine ähnliche Härte und Konsistenz wie faserige Baumrinde.

Da ihr Körper mehr Wasser benötigt, als Conas Atmosphäre es ihnen auf natürlichem Wege liefern kann, haben die Arconier im Laufe ihrer Entwicklung eine botanische Quelle der Nahrung entdeckt. Sie verwenden ihre mittelfingrige Kralle, um nach Wurzeln der Wasser speichernden Pflanzen ihres Heimatplaneten zu graben und diese aufzureißen. Sie haben dabei ein System entwickelt, mit dem sie es vermeiden, die kahlen Wurzeln zu beschädigen, und den Pflanzen somit zu erlauben, ihre eigene Ernährung und das Wachstum neuer Wasser speichernden Schalen beizubehalten und somit einen ständigen Nachschub der natürlichen Wasserversorgung zu gewährleisten. Alles, was die Arconier essen, enthält Spuren an Ammoniak. Abgesehen von ihrer hohen Toleranz gegenüber dem Giftstoff hat das Ammoniak im Laufe ihrer Evolution als Nebeneffekt natürliche Enzyme geschaffen, die es den Körpern der Arconier ermöglichen, richtig zu funktionieren. Das Ammoniak wird außerdem von ihrem Kreislaufsystem verwertet, um Abfallprodukte aus dem Körper auszuscheiden, ihre Körpertemperatur aufrecht zu erhalten und Nährstoffe an ihre Haut zu liefern. Sobald sie fremde Welten bereisen, konsumieren Arconier Ammoniakergänzungen, um die entsprechenden Bedürfnisse dieser natürlichen Enzyme in ihrem Kreislauf zu befriedigen.

Trotz ihrer großen, moussierenden Augen haben die Arconier eine miserable Sehkraft. Ähnlich eines Insekts, sind ihre Augen von Tausenden von winzigen Photorezeptoren übersät, von denen jeder eine bestimmte Farbe wahrnimmt. Diese Photorezeptoren nehmen auch Bewegung wahr, aber sie können keine guten, deutlichen Formen lesen. Folglich ist das ganze Feld ihrer Wahrnehmung ein farbiger verschwommener Fleck. Um ihrer erbärmlichen Wahrnehmung entgegen zu wirken, besitzen Arconier ein schwülstiges, rautenförmiges sensorisches Organ, das zwischen ihren Augen sitzt. Die meisten Beobachter glauben, dass dies eine Nase ist, aber in Wirklichkeit nimmt das Organ emittierte Hitzemuster von anderen Lebensformen wahr, das es den Arconier ermöglicht, ein besseres Bild ihrer Umgebung zu schaffen. Sie können die meisten galaktische Spezies lediglich aufgrund ihrer Körpertemperatur unterscheiden. Wie bei den meisten Reptilien haben Arconier Geruchsorgane, die sich in ihren konstant schnippenden Zungen befinden. Wenn Arconier Schwierigkeiten damit haben, Objekte zu unterscheiden, lassen sie ihre Zungen flackern, um sich zu orientieren. Ihr Geruchssinn ist ziemlich scharf, und sie verwenden ihn zusammen mit ihrem Hitze wahrnehmenden Organ, um die Stimmung desjenigen zu ermitteln, auf den sie stoßen.

Der Konsum von Salz löst im Körper eines Arconier ein Halluzinogen aus, das insbesondere die Sehnerven trifft und eine berauschende Vielfalt von Farben erschafft. Die Wirkung des Salzes ist im schlimmsten Fall tödlich, zumal Salz die Körperflüssigkeit der Arconier reduziert und somit die Bauchspeicheldrüse, die für die Umwandlung von Ammoniak in Wasser zuständig ist, zum Versagen bringt. Nach Salzkonsum ändert sich deutlich sichtbar die Augenfarbe eines Arconier von Grün in Gold. Einmal angefangen, ist ein Arconier nach etwa fünfundzwanzig Gramm Salz pro Tag abhängig, bevor es lebensbedrohlich wird. Da weibliche Arconier weniger für den Haushalt sorgen und dadurch weniger sesshaft sind, machen sie den Großteil der Suchtkranken aus. Da diese Sucht eine einstmals funktionierende Familie zerrütten kann, wird der Partner um den Familienfrieden Willen auch in Erwägung ziehen, den betreffenden Salzhändler zu suchen und anschließend zu ermorden. Die Galaktische Republik erließ strenge Gesetze, um den Transport des Salzes zum System zu erschweren, und auch die Arconier haben ihre eigenen Gesetze, die den Verkauf oder die Einfuhr von Salz streng verbieten.

Gesellschaft und Kultur:

Die Arconier-Gesellschaft ist im Wesentlichen stark von sozialen Verhaltensmustern geprägt, da sie den Wert einer kollektiven Gruppe über jenen einer Einzelperson stellen. Deshalb fehlt ihnen ein Gefühl der Individualität, was dazu führt, dass sie selten von sich selbst berichten. Sie sprechen selten in der ersten Person und verwenden stattdessen das Pronomen „Wir“. Da sie im Allgemeinen ein starkes Zugehörigkeitsgefühl zu ihrer Familie entwickeln, ziehen männliche Arconier den Nachwuchs auf, da ihre weiblichen Partner als leichtsinniger und unverantwortlicher betrachtet werden. Dies geht so weit, dass Männer eine Menge Zeit aufwenden, um sich für die richtige Partnerin zu entscheiden. Nicht selten treffen sie ihren Entschluss erst nach Monaten oder sogar nach Jahren, während sie in der Zeit eine große Zahl von potenziellen Frauen umwerben und verschiedene Charaktere erforschen. Arconier sehen es als Verpflichtung an, zu heiraten und ihre Blutlinie mit der Aufzucht von Kindern fortzuführen. Die meisten Familiengemeinschaften errichten ihre Nester innerhalb eines Umkreises von zwanzig Kilometern zum so genannten „Großen Nest“, wo sich ausgewachsene Arconier-Repräsentanten alle zwanzig Tage zu einem Treffen versammeln. Ein gewählter Nestleiter führt die Besprechungen, wickelt verschiedene Geschäfte ab, schlichtet Dispute und trifft Entscheidungen für das Wohl seiner Mitbewohner – ähnlich den Aufgaben eines Bürgermeisters.

Die Arconier sehen davon ab, die Galaxis in Bezug auf ihre wissenschaftliche und technologische Entwicklung zu betrachten, weil ihr Hauptfokus auf dem Gemeinschaftsleben und dem Wohlergehen ihrer Familien liegt.

Geschichte:


Der Planet Cona ist reich an wertvollen Metallen. Bevor die Klonkriege ausbrachen, tauchten zahlreiche Entdecker auf Cona auf und sicherten sich die Handelsrechte der kostbaren Mineralien, bauten moderne Raumfahrtzentren und entwickelten Industriestädte. Bald erfuhren die Bergbaugesellschaften jedoch, dass die einheimischen Arconier beim Konsum Natriumchloridsalz großes Suchtpotenzial entwickelten, und da Salz leichter zu transportieren ist, begannen die Gesellschaften, sich die Rechte mit dem Tausch von Salz zu erkaufen.

Obwohl es im Naturell der Arconier liegt, an alten Traditionen festzuhalten, brachten sie republikanischen Entdeckern große Begeisterung entgegen, als die Republik erstmals auf Cona landete. Die Arconier waren fasziniert von dem Gedanken, über die Grenzen ihrer Heimatwelt zu pilgern und die Galaxis zu entdecken. Folglich sind Arconier und nicht selten ganze Arconier-Familien häufig in zivilisierten Metropolen anzutreffen
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Quelle: www.jedipedia.de
 

 

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